Hier können Sie ein wenig schmökern, sich von selbst Geschriebenem anregen lassen. Es gibt auch immer wieder mal was Neues zu lesen...also schauen Sie ruhig öfter rein!
Viel Spass!
Von der Raupe und dem Schmetterling
Es waren einmal zwei Raupen. Die lebten zusammen und das Leben war schön! Sie suchten sich gemeinsam ihre Blätter, fraßen den lieben langen Tag und hatten nur gleiche Interessen.
Doch eines Tages verwandelte sich eine der beiden Raupen in einen Schmetterling. Der Schmetterling war wunderschön, mit bläulich schimmernder Maserung. Er wollte fliegen, von Blume zu Blume, von den roten zu den gelben. Er wollte die Welt sehen und sich vom Wind tragen lassen. Niemals davor hätte er sich ein solches Leben träumen lassen.
Doch sein Freund, die Raupe, war sehr traurig und wollte nicht, dass er wegflog. Da verschob der Schmetterling seine Träume und blieb noch eine Weile bei der Raupe. Und aus der Weile entstand eine Ewigkeit.
An einem Tag stritten sich die beiden fürchterlich, weil die Raupe immer zu langsam für den Schmetterling war und sie beide so gar keine gemeinsamen Interessen und Lebensinhalte mehr hatten. Da erinnerte sich der Schmetterling an seinen Traum, die Welt zu entdecken und von einer Blume zur anderen zu flattern. Doch als er losfliegen wollte, waren seine Flügel verkümmert und zu schwach, um ihn zu tragen. Da trauerte er sehr darüber, dass er mit völlig lehren Flügeln dastand und sich das Warten wegen des Freundes nicht auszahlte.
Märchenende (oder sehr selten):
Da flog plötzlich ein Schmetterling an ihm vorbei und grüßte ihn sehr freundlich. Die Beiden verstanden sich sofort und erzählten voneinander. Es zeigte sich, dass beide den selben Traum hatten und so lernte der Schmetterling dem anderen das Fliegen. Beide flogen zusammen los und lebten ihren Traum!!
Eigentlich wollte ich es etwas realistischer schreiben:
...Und letztendlich ging der arme, schöne Schmetterling an seinem Kummer ein.
Oder:
...Da entwickelte sich die Raupe, wurde selbst ein Schmetterling und ließ den armen Schmetterling mit seinen verkümmerten Flügeln zurück!
Eine kleine Märchengeschichte. Sucht euch ein Ende aus.
Gruß und Bis bald...
Die Zitrone
Hier liegt sie in meinen Händen. Groß, gelb. Wenn ich mit meinen Daumen auf die Schale drücke gibt sie schnell nach und ich spüre den Saft im Innern. Ich lege sie auf ein Brett, hole mir ein Messer und zerteile sie. Der Zitronensaft spritzt mir ins Gesicht, meine Augen brennen. Nun liegt sie vor mir, voll im Saft und ich kann sie bereits riechen.
Ich spüre den Impuls in mir aufsteigen, nehme eine Hälfte in die Hand, führe sie zu meinem Mund und zerquetsche sie. Der Zitronensaft rinnt in meinen Mund, meine Geschmacksknospen spielen verrückt. Ein Schauer durchfährt mich. Ich spüre, wie meine Gesichtszüge sich an- und entspannen.
Plötzlich wache ich auf. Alles nur ein bitterer Traum?! Ich liege da und bin erschrocken! Kann es sein, dass unsere Vorstellungen solche Gefühle auslösen? Immer noch schockiert raffe ich mich auf und gehe in die Küche.
Da liegt sie. Ich schneide sie auseinander und kann beim Geschmack der Zitrone keinen Unterschied zu meinem Traum feststellen. Traurig kehre ich mit einer weiteren Erkenntnis in mein Bett zurück: Es war wohl schon oft so, dass meine Vorstellungen mir "wahrhafte" Gefühle vorgaukelten!
Jaa
Ja,
ich spüre mich, meinen Atem, meinen Puls.
Ja,
ich erkenne mich durch die Welt um mich herum.
Ja,
ich durchschaue mich, in meinem Verhalten, meinen Ausweichmanövern.
Ja,
ich lebe meine Fähigkeiten, jede Minute, jede Stunde.
Ja,
ich vertraue mir, ich sehe mich, Dich, Euch.
Ja,
ich fließe, ich fliege,
JAAAAAA, ICH BIN!!!
Von der grünen Insel
Die grüne Insel...gerne besuche ich sie....immer wenn ich kann....und manchmal auch (oder meistens auch), wenn ich eigentlich nicht kann!
Wie ich dorthin komme?
Ich nehme nen Zug...
Aber in letzter Zeit ist mir etwas aufgefallen: Je öfter ich zur grünen Insel reise, desto mehr Züge muß ich nehmen. Und seit einiger Zeit reicht es mir nicht mehr, nur die grüne Insel zu besuchen. Ich sehne mich nach all der Ruhe und der Hitze nach Schnee, weißem Schnee!
Das Problem ist, ich bin seitdem nur noch selten zu Hause: Meine Briefe quillen aus dem Briefkasten, meine Bude stinkt, die Rechnungen sind nicht gezahlt, meine Freundin ist (glaube ich) seit einigen Wochen schon nicht mehr da!
Warum? Naja, ich habe ein neues zu Hause, ganz weit weg, nicht örtlich gebunden. Für meine Freundin gab es da keinen Anschluss! Aber was soll ich sagen, es ist mir völlig egal, denn...
daheim war ich eh noch nie! und diese ganze Scheiße vergeht, wie der süßliche Rauch, den ich gerade atme.
An alle Inselbesucher: Schaut doch auch mal daheim vorbei (ja, da drinnen).